23.08.2026: Glücklicher Finisher beim Ironman 70.3 Leipzig
Lauftreff-Mitglied Jan berichtet über seinen ersten Triathlon über die Mitteldistanz

Jan1xJan2xAm Sonntag, den 23. August 2026, war es endlich so weit – der IRONMAN 70.3 feierte in diesem Jahr seine Premiere in Leipzig und ich war mittendrin. Die Veranstaltung lockte rund 2500 Teilnehmer:innen in die Messestadt. Der Ironman 70.3 umfasst eine Gesamtdistanz von 113 Kilometern (70.3 Meilen) und besteht aus 1,9 Kilometern Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen. Ich reiste bereits zwei Tage vor dem Wettkampf an und nutzte die Zeit u.a. für einen Besuch auf der Expo, die Abholung der Startunterlagen, das Wettkampfbriefing (hier werden alle wichtigen Regeln, Sicherheitsvorgaben und organisatorische Abläufe erklärt) sowie den anschließenden Bike-Check-in am Cospudener See, wo am nächsten Tag auch der Schwimmstart erfolgen sollte. Die zweite Wechselzone befand sich hingegen direkt an der Quarterback Immobilien Arena, wo sich auch das Ziel befand.

Die darauffolgende Nacht war kurz. Es gab ein kleines Frühstück und machte ich mich dann auch schon mit meiner Freundin auf den Weg zum Cospudener See. Um 6:30 Uhr öffnete die erste Wechselzone für den Wechsel vom Schwimmen zum Radfahren. Dort befestigte ich noch meine Trinkflaschen am Rad, prüfte den Reifendruck und verstaute Energie-Gels im Wechselbeutel. Danach nutzte ich noch die Möglichkeit mich einzuschwimmen. Das Wasser war warm, klar und die Sonne glänzte auf der Wasseroberfläche. Zwischenzeitlich wurde verkündet, dass mit Neoprenanzug geschwommen werden dürfe (bis zu einer Wassertemperatur von 24,5°C ist das Tragen eines Neoprenanzuges erlaubt).

Pünktlich um 8:00 Uhr ertönte der erste Startschuss des Tages, wobei nicht das gesamte Starterfeld gleichzeitig ins Wasser geschickt wurde. Den Auftakt machten die Profi-Männer, nur fünf Minuten später folgte das Profi-Frauenfeld. Ab 8:15 Uhr starteten dann die sog. Age-Group-Athleten (die nicht professionellen Teilnehmer:innen) in Form eines Rolling Start. Dabei wurden alle fünf Sekunden fünf Athleten:innen über die Startlinie ins Wasser gelassen. Das Schwimmen verlief ohne größere Probleme. Ich erreichte nach 50:43 Minuten den Schwimmausstieg. Vorbei an den jubelnden Zuschauern begab ich mich dann in die erste Wechselzone, zog meinen Neoprenauszug aus und meine Radschuhe bzw. meinen Helm an und nahm mein Fahrrad von der Halterung. Vom Cospudener See ging es dann durch das teilweise flache und schöne Leipziger Neuseenland. Die Strecke hatte einige Unebenheiten (u.a. Wurzeldurchbrüche, Kopfsteinpflaster) und ziemlich viel Gegenwind zu bieten. Beim Radfahren musste zum Vordermann bzw. zur Vorderfrau ein Abstand von mindestens 12 Metern eingehalten werden (Windschattenverbot!). Auf der Strecke waren Wettkampfrichter unterwegs, die dies kontrollierten und bei Bedarf auch mit einer Zeitstrafe von 2 Minuten ahndeten. Ich blieb ohne Zeitstrafe. Nach 3:24 Stunden hatte ich die Radstrecke bewältigt und erreichte die zweite Wechselzone. Dort sah ich meine Freundin am Streckenrand auch wieder. Ich schob mein Fahrrad in die Wechselzone, wechselte in meine Laufschuhe, drückte mir noch ein Energie-Gel in den Mund und begab mich sodann auf die Laufstrecke. Der 7 Kilometer lange Rundkurs, der dreimal absolviert werden musste, führte am Fußballstadion von RB Leipzig und dem Fluss „Weiße Elster“ entlang. Die Stimmung an der Strecke war grandios; viele Zuschauer jubelten uns Athleten:innen zu. Ab Kilometer 15 wurde es allmählich zäher. Mit dem Wissen, den Halbmarathon (und damit auch den Ironman 70.3) bald beendet zu haben, zog ich das Tempo nochmal an und genoss die letzten Kilometer. Der Einlauf in die stimmungsvolle Arena war grandios und so nahm ich nach einer Gesamtzeit von 6:44 Stunden meine wohlverdiente Medaille in Empfang.

Der Ironman 70.3 Leipzig ist eine anspruchsvolle, aber zugleich beeindruckende Herausforderung. Die Kombination aus Schwimmen, Radfahren und Laufen verlangt Ausdauer, Disziplin und eine gute Vorbereitung. Insgesamt ist der Wettkampf ein besonderes Erlebnis, das sportlich wie persönlich viele wertvolle Erfahrungen mit sich bringt.
(Bericht und Fotos: Jan B., Lauftreff Wedel e.V.)