31.08.2025: Extreme Erlebnisse beim Rosengartenlauf 2025

Sylvia, Bernd und Helmut finishen anspruchsvolle Strecken

Bereits im vergangenen Jahr waren Bernd und ich hier für den Halbmarathon (die einfachere Version EWE genannt) gestartet. Und kamen begeistert zurück. Die Strecke erwies sich als enorm anspruchsvoll. Die perfekte Unterstützung durch den Veranstalter ließ für uns den Tag in guter Erinnerung halten. Und zur Wiederholung einladen. Wer will, findet hier den Bericht von 2024.

RosengartenSylviaBerndxIn diesem Jahr sollte es nun für Sylvia und Bernd noch einmal der HM EWE sein. Ich hatte mich für den Rosengarten Ultra Heide Marathon angemeldet, sinnigerweise als RUHM abgekürzt und mit nur 50km Länge ein vergleichsweise kurzer Ultralauf. Das vorbereitende Training war gut und verletzungsfrei abgelaufen. Dann konnte es ja losgehen.

Der Start für die langsamste RUHM-Gruppe war schon um 8:00 Uhr und dann für die schnelleren gestaffelt danach. Da wurde im Zielbereich noch fleißig aufgebaut. Beim RUHM ist die Teilnehmerzahl auf insgesamt 100 begrenzt, also alles noch sehr entspannt am Start.

Bildschirmfoto vom 2025 09 01 13 18 58Die Strecke ist extrem abwechslungsreich, ein paar Waldwege, aber vor allem schmale Pfade, ganz ausgewaschene und unlaufbare Abschnitte, steile Anstiege voller Wurzeln und Geröll, zum großen Teil im Schatten, aber auch durch blühende Heide im offenen Gelände (dazu noch große Flächen vertrockneter Exemplare). Es gibt kaum ebene Abschnitte, aber viel heftiges auf und ab. Die Streckencharakteristik ändert sich alle paar Meter. Die Strecke ist dadurch extrem anspruchsvoll zu laufen. Alle meine bisherigen Ultras kommen nicht an die Schwierigkeiten heran, mit denen man beim RUHM zu kämpfen hat. Als ältester Teilnehmer waren die beiden Altersklassen unter mir nicht besetzt. Als besondere Herausforderung zu empfehlen ist der Lauf für junge, erfahrene und sehr fitte Enthusiasten.

Und so war für mich der RUHM schwer erkämpft. Auf dieser Strecke kam ein Laufrhythmus nicht zustande (zumindest bei mir nicht). Nach vielen erzwungenen Gehabschnitten wurde es immer schwerer wieder anzutraben. Die Belastung ist deutlich höher als bei anderen Ultras über die gleiche oder auch längere Distanzen. Schon nach wenigen km hatte ich zu kämpfen und es wurde danach alles andere als leichter. Jeder einzelne km zählte schon als kleiner Erfolg.

Der Lichtblick war die perfekte Organisation durch den Veranstalter Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft e.V., zusammen mit ungezählten freiwilligen Helferinnen und Helfern. Schon im Startbereich herrschte eine fast familiäre Freundlichkeit. Und unterwegs war die so unübersichtliche Strecke perfekt ausgezeichnet, mit zahllosen Schildchen, Pfeilen auf dem Boden, Absperrungen falscher Abzweige usw. Und an schwierigeren Abzweigen standen (gefühlt mitten in der Wildnis) immer wieder freundliche Helfer zum wegweisen und aufmuntern. Und fast alle waren junge Menschen. Auch die Verpflegungsstationen waren nicht zu toppen. Getränke, Riegel, Bananen und viel aufmunternde Ansprache. Und das an zehn (10!) Stellen an der Strecke. Dieser Veranstalter macht das einfach extrem gut!

Rosengartenfinish
Aber auch dieser extreme Ultra endete irgendwann im Ziel am Wildpark Schwarze Berge. Sylvia, Bernd und meine Frau hatten geduldig auf mich gewartet. Es war geschafft und das war ich auch. Die Siegerehrung war da schon lange vorbei. Der Schnellste hatte nicht einmal vier Stunden gebraucht. Welch eine unvorstellbare Leistung!

(Bericht und Fotos: Helmut Steinke, Lauftreff Wedel e.V.)