Es war eine wahre Hitzeschlacht

Der HASPA Hamburg Marathon 2011 aus der Sicht eines Mitglieds unseres "Lauftreff-Marathon-Fanclubs"

Am 22. Mai 2011 war es wieder soweit. Der HASPA Hamburg Marathon stand für nicht weniger als 17 Wedeler Lauftreffler auf dem Terminplan. Für mich war es die erste Teilnahme an einem Marathon.

Wie in den letzten Jahren teilten sich die Sportbegeisterten in zwei Teams. Eine Gruppe, die sportlich aktiven, begaben sich auf  die Laufstrecke über die Marathondistanz von 42,195 km. Die zweite Gruppe war für die Unterstützung zuständig, sowohl in Form von mitgebrachten Getränken und Verpflegung als auch für die moralische Betreuung während des Laufes. Ich gehörte also zum sogenannten Fanclub – und der bestand aus sage und schreibe 24 Leuten!

Pasta Party
Einige Teilnehmer der Pasta Party.

Die Vorbereitung der Aktiven auf diesen Lauf begann schon Ende letzten Jahres mit einem speziellen Trainingsprogramm. Es wurden lange Ausdauerläufe aber auch Tempoläufe und weitere Einheiten  bewältigt, um die nötige Fitness und Ausdauer für eine so lange Strecke zu bekommen. Am Tag vor dem Lauf trafen sich alle Teilnehmer zur traditionellen Pasta Party. Diese fand in diesem Jahr bei Sylvia und Bernd statt. Bei tollem Wetter kam eine gut gelaunte Truppe zusammen, die Pasta satt und andere Leckereien im schönen Garten der beiden genoss. Am Abend zerstreute sich die Mannschaft, um sich auf den morgigen Tag vorzubereiten.

Sonntags ging es früh los. Die Sportler machten sich bereits um 7.30 Uhr auf die Reise nach Hamburg, um rechtzeitig am Start zu sein. Der Fanclub hatte etwas mehr Zeit, für uns ging es um 8.30 Uhr los, schwer bepackt mit Verpflegung und vielen Utensilien zur akustischen Unterstützung für die Läufer. Unser erster „Einsatzort“ war ein Platz an der Hafenstrasse in der Nähe der Landungsbrücken. Das Wetter war morgens schon sehr warm. Kurze Zeit nach unserem Eintreffen kamen auch schon die ersten Läufer – noch relativ fit. Ganz an der Spitze, wie fast bei jedem Marathonlauf weltweit, farbige Athleten mit einem beeindruckenden Laufstil, auf den man als Freizeitläufer nur neidisch werden kann.

Aufmunterung
Erfrischung und spezielle Aufmunterung bei km 10.

Ehrlich gesagt: nicht nur unsere Helden wirkten nicht mehr ganz so frisch. An diesem Punkt des Laufes sah man etlichen Teilnehmern die enorme Anstrengung an. Inzwischen entwickelte sich der Marathon nämlich zur echten Hitzeschlacht. Es wurde schwül und bis 28° heiß!!!! Hier waren wir als Motivatoren und „musikalische“ Unterstützer gefragt, aber auch unsere Getränke und  Powergels brachten etwas Schwung in die ausgelaugten Körper. Danach ging es weiter zum Zielbereich, um auch hier noch einmal die Truppe aufzumuntern. Nach und nach kamen die Läufer ins Ziel. Alle, die an einem Marathon teilnehmen, sind eigentlich Sieger, die Zeit ist eher nebensächlich – gerade bei den heutigen extremen Wetterbedingungen. Die Finisher können wirklich stolz auf sich sein, egal, ob sie ihre anvisierte Zielzeit erreichten oder nicht. Für mich jedenfalls war es ein schöner Tag und eine neue Erfahrung. Ich bin mir bei aller Begeisterung aber nicht sicher, ob ich irgendwann mal solch eine Anstrengung auf mich nehmen werde.

2011 Hamburg Marathon 3 klein
Wie das Bild belegt, nehmen auch gekrönte Häupter, wie hier der Wedeler Roland,
am Laufevent teil. Übrigens wurden auch Weihnachtsmann, Engel und Teufelchen
und weitere bekannte Personen auf der Strecke gesichtet.
Michael Koch


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