Der Lauftreff geht aufs Wasser

Die Kanutour 2012

Am Sonntag den 12. August trafen sich 36 Lauftreffler, zum Teil mit Familienangehörigen, um gemeinsam an einer gemütlichen Paddeltour auf der Bekau bei Itzehoe teilzunehmen.

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Treffpunkt war um 10 Uhr bei der Kanu Base in Huje. Nach dem Eintreffen der Teilnehmer fand eine kurze Einweisung über das Ein- und Aussetzen statt, außerdem gab es Hinweise auf mögliche Picknickstellen.
Nachdem die ersten 6 Kanus auf dem Trailer mit 5 Leuten an der Einsetz-Stelle zwischen Kaaks und Eversdorf abgestellt worden waren, ging alles seinen Gang. Das Wetter war perfekt und als der Rest der Gruppe ankam, war die Hälfte der Kanus schon einsatzbereit. Der Rest ging schneller als erwartet und man hätte denken können, die Prozedur sei vorher einstudiert worden.
Die zuvor eingeteilten Bootsbesatzungen machten ihre Kanus samt Gepäck startklar. Im Mietpreis von 30 Euro pro Kanu waren wasserdichte Fässer enthalten, die perfekt zum Verstauen feuchtigkeitsgefährdeter Materialien waren.

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An der Ablegestelle herrschte noch ein wenig Unruhe, die aber nach dem Wassern schnell vergessen war.

Gegen 11 Uhr ging es dann los. Da die Bekau nicht besonders breit war, machten sich die ersten Kanus langsam auf den Weg, um keinen Stau an der Einsetzstelle zu verursachen.

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Die ersten Boote legten ab und nahmen gemächlich Fahrt auf.

Nach einiger Zeit kam ein wenig Verwirrung auf, da die letzten Kanus offenbar den Anschluss nicht fanden. Es stellte sich heraus, dass das letzte Team beim Einsetzen direkt die Wassertemperatur testen wollte und sich neben dem Kanu im Bach wiederfand.
Nach dem ersten Schock und der verdrängten Überlegung auf direktem Wege nach Hause zu fahren, rappelte sich das Team auf, trocknete sich ab, leerte das Boot aus und wagte einen zweiten Versuch.
Gegen 12 Uhr waren dann alle Kanus wieder auf dem Weg, bei einem Wendemanöver am Wartepunkt der vorderen Gruppe erwischte es ein zweites Team. „Der Steuermann in einem Kanu sitzt immer hinten, nicht vorne“ sagt ein altes Indianersprichwort.

Mit ein wenig Hilfe waren die Auswirkungen der zweiten „Eskimorolle“ schnell beseitigt und die gesamte Gruppe konnte die Fahrt wieder aufnehmen.
Die Landschaft war nicht sehr abwechslungsreich, aber durch die recht engen Flussschlingen und Flussbiegungen sowie die ständig wechselnden Winde hatte man gut zu tun.

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Oftmals sammelten wir uns und lagen im Päckchen, um dann erneut Fahrt aufzunehmen.

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Die Weiten des Baches und der Wiesen kamen erst aus der Bootsperspektive zur Geltung.

Da nicht jedes Team kanuerprobt war und die Kanus zudem nicht sehr stabil waren, kenterte bald ein weiteres Kanu. Ein über das Ufer ragender Dornenbusch beförderte die Bootsbesatzung ins Wasser.
Die Bergungsaktion dauerte dieses Mal ein wenig länger, da beide Uferböschungen schwer zugänglich waren. Mit vereinten Kräften konnten die 3 Havaristen wieder trocken gelegt werden und nahmen die gemeinsame Fahrt auch wieder auf.
Nach einer Weile erreichten wir endlich eine gute Stelle für das geplante Picknick. Es war schon ein toller Anblick: So viele Kanus und noch mehr Lauftreffler, die sich die Sonne auf den Pelz scheinen ließen, um sich nach dem ersten Abschnitt zu stärken. Frikadellen, Kekse, Gemüse und Kuchen wurden kameradschaftlich geteilt.

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Endlich Pause und wir konnten uns wieder normal bewegen oder einfach relaxen.

Mittlerweile war es bereits 14:30 Uhr und laut GPS-Uhr waren noch knapp fünf der elf Kilometer zurückzulegen. So hieß es bald: „Leinen los“ und der letzte Abschnitt wurde angegangen bzw. gepaddelt. Mittlerweile kehrte Routine ein und es ging zügiger voran.

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Auf ging es, um die letzten Kilometer in der unendlichen Einsamkeit der 
norddeutschen Wildnis zurückzulegen. Dem kleinen geschulten Trapperauge entging nichts.

Zum Ende hin wurde der Wind etwas stärker und man musste einen Schlag reinhauen. An dieser Stelle wurde die Bekau etwas breiter und fand ihr Ende vor dem Sperrwerk in die Stör bei Heiligenstedten. Dort war nun auch der End- und Treffpunkt für das Pickup der Kanus und der Gruppe.
Durch das perfekte Wetter waren mittlerweile die Kleider wieder trocken. Alle Teilnehmer waren zufrieden, auch diejenigen, die unfreiwillig baden gegangen waren. Der Rücktransport der Kanus und Teilnehmer ging zügig vonstatten, so dass man sich gegen 17:30 Uhr wieder auf den Heimweg machen konnte.
Fazit: man sollte seine Ersatzkleidung besser nicht im Auto liegen haben, sich, bzw. seine Beine nicht zu weit über die Bordkante hängen lassen und sich von einer gescheiterten Eskimorolle nicht unterkriegen lassen.
Für die Gemeinschaft war es ein tolles Ereignis und wir bedanken uns bei Heike und Ernie für die Organisation!

André

 


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